Schamane der neuen Zeit
Begleiter in das neue Bewusstsein
Autor spiritueller und philosophischer Text

Die außerordentliche Magie des Untersberg

Untersberg von salzburgEs fing schon letztes Jahr an. Nach der Rückkehr aus Glastonbury, wo ich unter dem „Tor“ eine riesige Kristallhöhle wahrgenommen hatte, und mit dem dortigen Drachen, einem Wächter dieser Höhle, in Kontakt kam (Reisebericht hier), erhielt ich das erste mal den Impuls den Untersberg aufzusuchen.
  Bis dato hatte ich nicht viel von diesem Berg gewusst. Die darauf folgende Recherche macht mich allerdings mehr als neugierig. Ich erfuhr von seltsamen Zeitphänomenen, weiteren unerklärlichen Geschehnissen und extrem faszinierende Legenden, die sich um diesen Berg ranken. Es kam aber nicht dazu, dass ich diesen Berg erkunden konnte. Ich wohne zu weit weg, als dass ich da mal eben hinfahren könnte, und so versank dieser Besuchsimpuls in den Wogen des Alltags.
  Bis vor zwei Monaten ein Kristallwesen in meinen Räumen erschien. Es war circa drei Meter groß, hell leuchtend, hatte eine Art Umhang an und hatte einen Körper, der an einen geschliffenen Kristall erinnerte. Nur, dass dieser hier lebendig war. Das Wesen war zwar starrer als andere lebendige Wesen, aber scharf und klar im Kontakt. So wies mich das Kristallwesen darauf hin, dass es jetzt an der Zeit wäre, zum Untersberg zu fahren.
  Auf meine Frage, was ich da zu tun hätte, antwortete das Wesen, dass auch dort eine Kristallhöhle unter dem Berg existiere (wie in Glastonbury), bei welcher ich meine Fähigkeiten dunkle und schwarzmagische Energie zu transformieren, einbringen sollte.
  Viel mehr wurde mir nicht erklärt. Doch wie ich in den nächsten Wochen nach und nach erfuhr, sollte am Untersberg noch mehr auf mich warten.
  Ich beschloss also nach Süddeutschland zu fahren, um diesen Berg zu besuchen, um zu tun, was auch immer ich da tun sollte. Obwohl ich nicht wusste, was mich dort tatsächlich erwarten würde, freute mich auf diese „Arbeit“. Im tiefen Vertrauen, dass ich geführt und begleitet bin, und dass ich alles schaffen kann, was mir vorgesetzt wird, bestieg ich Eddie Munster, mein unermüdliches Gefährt, und ließ mich in den Süden fahren.

Schon Wochen zuvor, als schon klar war, dass ich diesen Weg gehen werde, begab es sich, dass eine liebe Freundin und Kollegin, deren Wahrnehmung ich als sehr ausgeprägt und treffsicher erfahren hatte, anbot, meine Mission zu begleiten. Uns schien es so, als wäre es sehr wichtig, dass genau wir beide da erscheinen sollten. Wir fühlten uns beide magisch angezogen von dieser Aufgabe. Und wie es sich dann auch bestätigte, war dieses Miteinander mehr als passend.
  Dazu muss man sagen, dass Elina sehr mit den Naturwesen verbunden ist. Und Feen, Einhörner und die sanften Wesen unseres Seins wahrnehmen und kontaktieren kann. Ihre ausgeprägte feminine Kraft, gepaart mit meiner maskulinen Energie sollten für diese Reise ebenfalls noch sehr wichtig werden. Denn so konnten wir diese Gegensätze vor Ort harmonisieren und in die dortige Energieebene einfließen lassen. Doch dazu später.
  Der Tag vor meine Anreise nach St. Leonhard, um dort auf Elina zu treffen, war wundervoll. Ich besuchte einen Freund im Voralpenland, wo wir mitten in der Nacht eine Wanderung im dortigen Wald unternahmen, um unter dem riesigen Vollmond in irritierender Wärme unsere Gedanken auszutauschen und die Alpen in naher Ferne zu genießen. Derart erfüllt fuhr ich auf der Autobahn gen Salzburg.
  Aber je näher ich kam, desto merkwürdiger wurde mir zumute. Es war schon sehr verrückt, ohne zu wissen, was auf mich zukommt, und ohne besondere Kenntnisse des Ortes, diesen Berg erforschen zu wollen. Doch eines bin ich mir sehr sicher: geführt zu werden. In diesem Vertrauen kann ich jedes Wagnis angehen.

untersberg.mittagschartejpgAls ich dann den Berg zu sehen bekam, stockte mein Atem.
Bilder aus meiner Vergangenheit schoben sich in mein Denken. Bilder und Gefühle, die ich schrägerweise mit einem Film in Verbindung brachte: „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Damals - ich war noch sehr jung - war dieser Film, indem eine Begegnung mit außerirdischen Wesen beschrieben wird, ein besonderer Moment für mich. Denn ich hatte das Gefühl, genau zu wissen, wie sich der Hauptdarsteller im Film fühlte, als er zu jenem Berg hingezogen wurde, ohne erklären zu können, warum. Jetzt erinnerte ich mich an dies damalige Gefühl. Denn ich erlebte gerade exakt dasselbe. Und irritierenderweise schien der Untersberg eine (sehr) grobe Ähnlichkeit zu haben mit dem „Devilstower“ aus dem Film. Hatte ich damals vielleicht schon unterbewusst geahnt, dass ich einmal an diesen Punkt kommen würde?
  Ich war sehr ergriffen. Und während mich Eddie tapfer zu meinem Zielort trug, begann mein Herz immer schneller zu schlagen.

Ein Wort noch zu den nun folgenden Merkwürdigkeiten.
  Oft stockte ich und beobachtete meine Wahrnehmungen und Erlebnisse von „außen“. Nur um mich zu wundern, was hier grade so geschieht. Kam ich mir doch manchmal wie ein Schauspieler in einem Fantasyfilm vor. Zu verrückt, zu faszinierend schienen die Wahrnehmungen und damit verbundenen Ereignisse, die ich erleben durfte. Dabei bin ich es gewohnt, tief in geistige und energetische Ebenen einzutauchen, in denen oft sehr merkwürdige Situationen entstehen. Welche einem Rationalisten mehr als verrückt vorkommen würden, die aber stets eine tiefe Realität darstellen, da deren Veränderung immer auch eine Veränderung im materiellen Dasein der betroffenen Menschen ausgelöst hatte.
  Man merkt: Ich bin durchaus auch skeptisch, was mir begegnet und ich hinterfrage, ob das, was ich fühle, auch wahr ist. Oder nur Projektion. Da muss man recht klar sein, weil die Wahrnehmung als solche schon ihre Tücken hat. Aber mit einer gesunden Portion Skepsis, einem grundlegenden Vertrauen in die eigene Seele und klaren Gedanken, bekommt man das Chaos schon in den Griff.
  Deswegen war ich aber sehr froh, dass ich von Elina begleitet wurde, da mir ihre Sicht der Dinge helfen sollte, meine Wahrnehmung zu stützen. Und es zeigte sich, dass wir immer – unabhängig voneinander - dieselbe Wahrnehmung von Orten, Wesen und anderen Begegnungen hatten.
  Und wenn zwei Menschen dasselbe wahrnehmen, ohne sich vorher darüber ausgetauscht zu haben, muss es eine Realität sein, die tatsächlich existiert. Und so war es dann auch.
  Und nun folgt die Geschichte unseres Abenteuers auf dem Untersberg.

Regen
Ich komme nach langer und zäher Fahrt endlich bei der Seilbahn an, die von St. Leonhard zum Untersberg hoch führt. Hier habe ich mich mit Elina verabredet. Kaum geparkt, sehe ich sie auch schon. Wir begrüßen uns hocherfreut und planen zunächst einmal das Problem des Übernachtens anzugehen. Kurzerhand nehmen wir ein Zimmer im hiesigen Hotel. Der Plan ist nun, auf den Berg hochzufahren, um sich mit dem Berg vertraut zu machen, hineinzuspüren, um den ersten Kontakt aufzubauen.
  Doch kaum sind wir aus dem Hotel, beginnt der Himmel düster zu werden. Bislang schien die Sonne erbarmungslos durch den selten blauen Himmel. Nun ziehen dunkle Wolken über dem Berg auf. Von unten scheint es so, als kämen sie direkt aus dem Berg, um den Himmel zu verdüstern.
  Es dauert nicht lang und es beginnt in Strömen zu regnen.
  Was also nun tun? Wir beschließen einen anderen Ort aufzusuchen, den man mit dem Auto erreichen kann. Zumindest zeigten das die Karten, die ich zuvor erkundet hatte. Doch auf dem Weg in Richtung Berchtesgaden leuchtet rechter Hand plötzlich ein Schild: Almbachklamm.

Almbachklamm.hiWir schauen uns an und wissen: Hier müssen wir hin.
Ich parke meinen Eddie und im seichten Regen, der nun seine Vehemenz aufgegeben hat, überqueren wir den Almbach. Vorbei an einer sich an den Berg lehnenden Gaststätte zum Eingang dieses phantastischen Naturphänomens.
  Doch irgendwie ist heute ein Tag der Verhinderung. Der Regen der letzten Woche hatte wohl eine Brücke beschädigt, weswegen die Klamm geschlossen ist.
  Allerdings ist das Tor einladend halb offen. Und da wir nun mal hierhergeführt wurden, entschließen wir uns einen Versuch zu wagen und zumindest bis zu dieser Brücke zu gehen (was ungefährlich sei, wie ein Bauarbeiter, den wir fragen, bestätigt).

Was nun folgt, ist atemberaubend.
  Nicht nur, dass die Almbachklamm ein optisches Meisterwerk von Mutter Natur ist, einer offenen Wahrnehmung bieten sich hier faszinierende Welten. Die Dimensionen sind sich hier so nahe, man kann die unterschiedlichsten Wesen fühlen, ja fast sehen, so dicht ist diese Welt hier. Ihre neugierigen Augen blitzen durch Büsche und Blattwerk oder wir fühlen, wie sie sich verstecken und zurückhalten. Hier entdecken wir unzählige unterschiedlichste Erdwesen: helle, kleine, lichte, große, aber auch dunkle und selten gesehene Wesen aus alten lemurischen Zeiten (sehr strange). Die Natur lebt!
  Die Klamm selbst zeichnet sich durch extrem wechselnde Schauplätze aus. Wir durchqueren Orte voller Lieblichkeit und Licht, voller Kraft und Stärke, aber auch Orte, die uns Gänsehaut bereiten und die wir schneller durchqueren als jene, an denen wir oft einfach stehen bleiben, um die Energie aufzusaugen und die Wesen, die sich dort verbergen, zu erspüren. An diesen dunklen Orten spüre ich, wie die hier ansässigen Wesen ihre Hände nach uns ausstrecken oder uns wie Sirenen rufen, um uns in den Berg zu locken ...
  Wie wir den engen Weg hinaufklettern, kommen wir um eine Biegung und wieder verändert sich die Örtlichkeit. Es zeigt sich nun ein Bereich der Klamm, der wie eine Öffnung in den Berg anmutet. Bereit, begangen zu werden.
  Auf dieser mehrtägigen, bergigen Forschungsreise haben wir oft Orte gesehen, die getarnte Eingänge in den Berg darstellen. Nicht materiell (obwohl ...), aber auf einer anderen Dimension. Diese zu erkunden wäre mehr als ein spannendes Unterfangen.
  Hier nun, an diesem offenen Platz, der tief in den Berg hineinreicht, fühle ich das erste mal den Berggeist.
  Wir begrüßen uns, und mir wird bewusst, dass der Berg genau weiß, wer wir sind und dass wir tatsächlich freudig begrüßt werden. Der Berg hat auf uns gewartet! Ich fühle mich sehr geehrt und kann es wieder mal nicht fassen, dass so etwas geschieht. Aber die Wahrnehmung stimmt mit Elinas Wahrnehmung überein. Es ist überwältigend und mir scheint, als ob alles, was ich bisher erlebt und getan habe, eine Vorbereitung auf diesen Moment gewesen wäre. Ich komme mir vor wie ein Lehrling, der seine Gesellenprüfung zu absolvieren hat.
  Ich fühle tiefer in den Berg und bemerke, dass der Berg von einem „WIR“ spricht. Diesem WIR folgend, nehme ich Hunderte von Geistwesen wahr, die sich freudig über unser Kommen auslassen. Sie freuen sich darauf, endlich befreit zu werden. Ich wundere mich, aber bekomme die Information, dass dies alles erst morgen geschehen wird.
  Wir gehen weiter.
  Neben den zaghaften Erdwesen, denen wir begegnen, zeigen sich aber auch dunkle Wesen. So tauchen plötzlich zwei recht große Dämonen auf, um uns wegzuschicken! Scheinbar wird morgen etwas passieren, was so manchen Wesen nicht gefällt. Nun, solche Aktionen kenne ich bereits aus meiner Arbeit. Das stärkt mich eher, als dass es mich ängstigt. Ich erkläre meine Absicht und sie verschwinden wieder.
  An einem besonders magischen und lieblichen Ort lassen wir uns nieder und fließen mit unserer Aufmerksamkeit ganz in den Berg hinein. Verschmelzen mit ihm. Ein wundervolles Gefühl.

                 
a1An diesem beschaulichen Ort spürt Elina unzählige kleine Elfen, die sie willkommen heißen und ihr Geschenke bringen. Ich spüre hier als erstes den Drachen, der tief im Berg verborgen existiert, und der bei dieser geistigen Begegnung seine Aufmerksamkeit auf mich richtet. Ein faszinierendes Gefühl, diese Stärke und durchdringende Kraft. Danach spüre auch ich die Elfen, wie sie mich umkreisen und an meinem Energiekörper zupfen. So als ob sie eine Reinigung vornähmen.
  Dabei nehme ich auch einen Landschaftsengel wahr, der diese Elfen begleitet und der uns nun die ganze Zeit unseres Hierseins begleiten wird. Er weist mich darauf hin, dass es viele Wesen gibt, die sich auf das nun kommende sehr freuen.
  Unabhängig voneinander erfahren wir beide nun eine Geschichte, die wir zunächst kaum glauben können, aber letztlich logisch und sinnvoll ist. Denn es scheint kein Zufall, dass gerade wir beide hier zu diesem Berg geführt wurden. Wir beide nehmen wahr, dass wir schon einmal hier waren. In lemurischen Zeiten, als alles noch voller Liebe war und alle Wesen in einem respektvollen Umgang miteinander lebten. Und dass wir hier eine wichtige Position innehatten. Das Erinnern und die Wiederkehr berühren uns sehr. Diese Momente in der Klamm sind mehr als wundervoll. Wir spüren das Tanzen der Naturgeister und die Freude, die hier herrscht, und lassen uns auf diese vollends Energie ein.
  So öffnen sich unsere Herzen und eh wir uns versehen, spüren wir wie unsere Energieebenen ineinanderfließen. Die Magie des Ortes unterstützt dieses unbeschreibliche Phänomen, wenn sich zwei Menschen auf Energieebene berühren und verschmelzen. Die Chakren vereinen sich und wir spüren, wie auch unsere Auren verschmelzen.
  Der Ort heißt uns willkommen und wir beantworten diese großartige Geste mit einer Vereinigung der femininen und maskulinen Kräfte. Die nicht nur uns zutiefst berührt, sondern auch dem Ort etwas gibt, was er wohl lange erwartet hat. Denn wie sich morgen herausstellen wird, scheinen wir die Boten einer neuen Zeit zu sein. Einer Zeit, in der die Liebe wieder in den Herzen der Menschen blühen und strahlen wird. Diese nun anbrechende Zeit, an deren Schwelle wir uns momentan befinden, ist für die kommende Mission eine grundlegende Voraussetzung. Denn erst wenn die Menschheit bewusst genug geworden ist, können die hier blockierten Energien freigeschaltet werden und die Dunkelheit aus dem Berg fließen. Um die wahre Kraft und Pracht dieses Ortes wieder in Fluss zu bringen.
  Als wir wieder zu uns kommen, und in die materielle Dichte unseres Seins zurückkehren, begeben wir uns zurück zu meinem Auto um den aufwühlenden Tag zu beenden.
  Es wird dunkel. Der Tag neigt sich seinem Ende. Und wir sind mehr als gespannt, was der morgige Tag bringen wird.

Tag der Reinigung
Die Lautstärke der vorbeifahrenden Fahrzeuge dringt in mein Bewusstsein. Erinnert mich daran, wach zu werden, das Land der Träume zu verlassen, um in die andere Realität zu wandeln. Ein schlaftrunkener Blick aus den noch müden Augen zeigt blaue Himmelsfetzen. Ein Wunder. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass nach den gestrigen Wolkenformationen heute wieder ein derart schöner Tag sein könnte. Doch unbeirrt strahlt die Sonne durch vorbeiziehende Wolken: Abenteuerwetter.
  Beim Frühstück spüre ich es dann richtig: Mir ist übel. Herzflimmern. Schweißausbrüche. Ich bin mehr als aufgeregt. Heute ist also der Tag, auf den ich schon so lange hinarbeite. Ohne zu wissen, was auch mich zukommt, weiß ich, dass dies ein besonderer Tag sein wird.
  Ich versuche in mich zu fühlen, mich mit meinen Energien und Wesen zu vereinen, die mich sonst stärken. In dieser Kontemplation erfahre ich dann, dass heute meine „Meisterprüfung“ anstehe. Alles, was ich bislang gelernt und vorbereitet habe, auch vieles, was meine Seele in anderen Leben vorbereitet hatte, soll heute zu einem Höhepunkt führen. Eine Prüfung meiner Fähigkeiten, meines Mutes und meiner Motivationen. Die Aufgabe wird nicht nur den Wesen im Berg und dem Berg selbst helfen, sondern auch mich weiter bringen. Es soll mich auf eine Ebene des energetisch-magischen Handelns führen, das noch mehr möglich machen kann, als das, was ich bisher schon zu tun fähig bin.
  „Schluck!“
  Na, das erklärt mein Aufgeregtsein ziemlich detailliert. Eine Aufgabe, ohne zu wissen, was man tun muss, ist auch eine besondere Herausforderung. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass ich von Elina begleitet werde.
  Die erste Hürde ist die Fahrt mit der Seilbahn. Denn ich glaube kaum, dass da noch eine Katze reingepasst hätte. Wie trockene Sardinen, in eine Büchse ohne Öl gequetscht, erheben wir uns mit der Gondel in die Lüfte. Glücklicherweise waren wir die Letzten, die noch reingedrückt wurden, was uns dann einen Platz am Fenster ermöglichte. An das noch kühle Glas gequetscht, fliegen wir nun über den Ort, dem Berg entgegen.

untersberggondelUnsere Erhebung wird begleitet von einem faszinierenden Ausblick, gekrönt von einer streng strahlenden Sonne. Bei einem Felsen, der weit vor dem Hauptberg steil aufgerichtet in den Himmel ragt, wird die Gondel umgelenkt, was eine extremes Achterbahngefühl auslöst. Nur dass wir nicht gut angeschnallt in einem Fahrgeschäft sitzen, sondern bloß an einem Seil hängen.  Die Gondel schaukelt und der Magen klebt in Halshöhe. Alle lachen, als der erste Schreck vorbei ist und klar ist, dass wir nicht abstürzen. Dann nähern wir uns der Felswand. Und spüren sehr intensiv, wie kraftvoll der Berg ist. Wir betreten sein Reich, seine Aura, und spüren dies in all unseren Zellen und Wahrnehmungsorganen. Dann endet die wacklige Reise.

Auf 1700m stoppt die Seilbahn und wir können aussteigen. Mit wackligen Knien und zitternden Beinen erklimme ich als Erster den Austritt. Und werde mit einem gewaltigen Ausblick belohnt.
  Tiefe Atemzüge nehmend komme ich auf und in dem Berg an.
  Ein wundervolles Erlebnis. Ich spüre meine Kräfte zurückkehren. Mein Körper freut sich auf die kommende Wanderung. Naja: Kletterei wäre das bessere Wort. Mit vielen anderen Besuchern begeben wir uns nun auf den Weg zur Bergspitze.
  Das Klettern ist anstrengend. Es gibt keinen touristentauglichen Wanderweg. Man muss sich den Pfad quasi selbst erarbeiten und zwischen unterschiedlich großen Steinen, Geröll, Felsen und manchen quergelegten Hölzern, die als eine Art Treppe funktionieren, Schritt für Schritt voran gehen.
 
Untersberg blick instalDas Klettern macht Spaß, treibt aber recht schnell den kühlenden Schweiß aus den Poren. Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der hier so schwitzt. Fast jeder kämpft sich mit gerötetem Gesicht und nassen Shirts durch die bergige Wildnis.
  In diesem Zusammenhang ist jener Triathlet besonders erstaunlich, der uns mal eben relativ locker überholt. Faszinierend, was der menschliche Körper leisten kann. Ich schau fassungslos zu, wie dieser Sportler an uns vorbei “rennt“. Und nach relativ kurzer Zeit schon wieder entgegenkommt. War wohl schon auf der Bergspitze und ist nun wieder auf dem Rückweg. Scheinbar macht der das öfter: mal eben zum Frühstück den Berg hoch und runter ... Naja, meine sportliche Betätigung beschränkt sich auf intensives Tanzen. Aber so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich vielleicht zu ungeübt bin, um diesen Berg zu erklimmen. Gut, dass ich da noch nicht weiß, was auf uns zukommen wird. Und wie lang mein Körper zur Regeneration brauchen wird.
  Wir klettern über eine Stunde lang weiter. Über die Bergspitze hinweg zur Mittagsscharte hinab. Das Klettern hat mich an meine Grenzen gebracht, aber gleichzeitig ein gutes Körpergefühl aktiviert. Mein Körper scheint sich zu freuen, tätig sein zu dürfen.
  Muss ich mir merken, wenn ich wieder daheim bin: Sport treiben!

Mittagsscharte
Im Vorfeld hab ich viel über diesen Ort gelesen und endlich bin ich hier angekommen.
  Bislang war uns klar, wohin wir gehen müssen. Aber jetzt stehen wir etwas irritiert in der faszinierenden Landschaft. Zwischen zwei Bergspitzen und einem atemberaubenden Blick in die Täler und weit entfernten Bergen. Wo soll es nun hingehen?
  Inmitten mehrerer Wanderer/Kletterer, die von der Toni-Lenz-Hütte hochkommen oder sich dorthin abseilen, oder einen anderen Weg gehen, stehen wir am Scheidepunkt. Nun ist der Moment gekommen, wo unsere Mission wirklich beginnt.
  untersbergspitzeSo langsam kommt auch der Gedanke hoch: Wie kommen wir eigentlich zurück?
  Doch diesen Gedanken verbanne ich zunächst. Wir fühlen in uns und erhalten beide unabhängig voneinander denselben Impuls, wohin es nun zu gehen hat. Beruhigend! Wir sind also geführt.
  Den Weg, den wir nun gehen, scheint nicht so beliebt zu sein, denn wir begegnen nur einem einzigen Paar, das denselben Weg geht. Plötzlich sehen wir rechter Hand die Höhle im Berg: der steinerne Kaser.
  Hier wollte ich hin. Hier schien es richtig zu sein. Und nun stehen wir an diesem Ort. Hoch oben in den Bergen. Umweht von faszinierend frischer Luft, einem sanften Wind, der die brennende Sonne lindert.
  Wir steigen in die kalte Höhle hinab. Hier spüre ich, dass dies nicht der Ort ist, an dem wir tätig sein sollen. Mich zieht es aber dennoch ganz tief in die Höhle hinein. Die kalte Luft hier friert den Schweiß auf meinem Körper und die kaum beleuchtete Bergwand fühlt sich an wie pures Eis.
  Aber hier finde ich den Kontakt zum Berggeist wieder.
  Er weist mich an, wohin wir gehen sollen. Um eine Energie zu befreien, die lange brachlag. Um einen Drachen zu wecken. Um die dort herrschenden dunklen Kräfte zu lösen. Um die Kristallhöhle zu befreien, die ebenfalls in düsterem Morast versunken ist und darauf wartet, die in ihr gespeicherten Informationen in die Welt fließen zu lassen. Um den jetzt eng, dicht und düster gewordenen Zugang zu befreien, damit die Herzenergie Europas wieder ungehindert in die Welt fließen kann.
  Hier nun fühle ich, wie sich viele meiner früheren Begleiter nähern. Sie kommen, um mich zu unterstützen, um dabei zu sein, wenn ich meine Mission erfülle, die zu tun ich von der geistigen Welt beauftragt bin. Neben Gabriel, meinem Erzengel und ständigen Begleiter, sehe ich auch Babaji, mein alter Freund und Führer.
  Ich bin mehr als gerührt. Mein Herz ist weit und weich.
  Ein wundervolles Gefühl von Getragensein und innerer Stärke durchfließt mich.
  Diese Aufgabe ist ein wahres Sammelsurium der verschiedensten Wunder und tief greifenden Gefühle.
Wow!

Die Mission
Untersberg eingangWir gehen weiter. Interessanterweise sind wir nun unter uns. Eben noch in einem Pulk verschiedenster Wanderer unterwegs, plötzlich wie aus heiterem Himmel: völlig allein.
  Keine Menschen mehr um uns. Lediglich begleitet von extremer Stille und der gnadenlos brennenden Sonne. Wir durchqueren auf einem sehr engen Pfad eine wirklich wunderschöne Gegend. Ich fühle, wie sich die Energie hier ändert. Doch meine Seele dirigiert mich: noch ein bisschen ... gleich bist du da ... noch etwas weiter ...   
  Linker Hand öffnet sich plötzlich ein tiefer Kegel in den felsigen Boden. Und nun weiß ich: Wir sind angekommen. Dies ist der Platz, an dem zu wirken wir hierher geführt wurden.
  Puuh. Ich nehme einen tiefen Atemzug und die gewohnte Kraft erfüllt mich. Ich weiß jetzt was ich zu tun habe. Ich suche mir den entsprechenden Platz aus, an dem ich die nächste Stunde sitzen werde, während Elina sich den ihren aussucht. Sie sitzt außerhalb des Kegels, mir zwar gegenüber, aber verdeckt, durch Büsche unsichtbar. Ich bin also allein hier. Was aufgrund der kommenden dunklen Energien auch besser ist.
  Ich beginne meine Meditation mit der Verbindung zum Berg.
  Da werden wir erstaunlicherweise doch von einem Wanderer unterbrochen. Er sollte allerdings der Einzige sein, dem wir begegnen. Er ist sehr aufgeschlossen und offen. Erklärt uns noch, wie wir wieder vom Berg runter kommen. Was mich sehr beruhigt, denn diese Frage klebte noch am Rand meiner Denkperipherie. So war dieses Problem auch gelöst und ich kann mich völlig auf das folgende konzentrieren.
  Er geht und wieder umgibt uns nur Stille.
  Ich fühle, wie wir allein sind, nur umgeben von nicht sichtbaren Begleitern, Beobachtern und der kraftvollen Energie des Berges. Ich versinke in mich. Bin Teil allen Seins und lasse mein Herz weit und groß werden. Das Tor zur Urquelle in meinem Herzen strahlt weithin und gibt mir Sicherheit. Ich bin das Ich Bin.
  Nun spüre ich, wie sich rund um den felsenen Kegel unterschiedlichste Wesen einfinden. Zunächst erkennen ich die Erzengel, Michael zur Linken. Mir gegenüber Ezechiel. Rechts Uriel und in mir, Gabriel.
  Nun kommen andere Helfer und Unterstützer. Menschen, die ich kenne. Freunde, die wissen, dass ich hier unterwegs bin und deren Seele einen Teil ihrer Kraft hierher schickt. Ich bin berührt und voller Freude (und danke hierbei recht herzlich für all die Unterstützung, die ich da erhalten hatte). Um diesen ersten Kreis herum erkenne ich nun, wie sich ein zweiter Kreis formiert. Es sind Elfen, Feen und andere Naturgeister, die mit Elina verbunden sind und eine Art Schutzring bilden.
  Allein dieses zu erleben und zu fühlen ist mehr als großartig.
  Ich bin bereit.
  Nun ertaste ich den Kegel, denn ich weiß jetzt, dass dies ein Eingang in den Berg ist, den zu begehen ich gerufen ward. Die materiell sichtbare Felsgrube ist auf energetischer Realitätsebene ein Loch, ein Tunnel, der tief in den Berg hineinreicht.
  Aber er ist dunkel und düster.
  Ich gehe noch einmal in mich, fühle mein Herz und inmitten meines Herzens die Verbindung zu jenem Wesen, das Alles ist, was ist. Ein kraftvoller Punkt inmitten meines Herzchakras, umflossen von der Liebe aus der Urquelle. Ein strahlender Punkt, der sich nun explosionsartig weitet und mich mitreißt.
  Ich bin das Licht, das hier strahlt. Bin ICH, bin meine Seele, bin Alles, was existiert.
  Das Licht formt sich. Und ich fühle wie schon des Öfteren in der letzten Zeit, wie sich aus diesem Licht in meinem Herzen eine weiße Gestalt extrahiert. Wie ich transformiere, wie ich zu einem Drachen werde, wie sich mein Lichtkörper verändert und nun hell leuchtend in die Tiefe des Kegels fällt.
  Der Fall wird zu einem Flug.
  Ich spüre wie mich dunkle Schemen umgeben, Schatten sich lösen, wie ich in einen dunklen Morast eintauche, der den einst weiten Tunnel ins Berginnere zum Herzenschakra Europas verstopft, verklebt und behindert.
  Die Dunkelheit macht mir nichts, ich kenne so etwas. Tief fliege ich in das Innere des Berges hinein und begegne zwei großen Dämonen. Sie sitzen hier in der Düsternis und bewachen diesen Zugang. Mit Dämonen komm ich gut klar. Ich transportiere sie erstaunlich einfach aus dem Tunnel hinaus und parke sie über mir im blau strahlenden Himmel. Und fliege wieder tiefer in das Dunkel hinab.
  Und da kommen sie ...
  Unzählige Dämonen treiben mir entgegen, um mich hinauszudrängen aus diesem Zugang ins Herz des Berges. Aber ich fliege mitten in sie hinein, durch sie hindurch. Und vervielfältige mich. Mehrere weiße Drachen entstehen. Aus mir heraus, sich zwischen Wand und Dunkelwesen drängend, um so die dunkle Kraft, inklusive des Dämonenheeres, einzufangen. Mit Klarheit, Angstfreiheit und einem offenen Herzen, in dem Liebe fließt und keine Kriegsenergie, kann ich diese Wesen aus dem Tunnel ziehen und zu den bereits wartenden Dämonen hängen.
  Ziemlich voll da über mir, doch ich hab zunächst anders zu tun. Und konzentriere mich wieder in die Tiefe des Tunnels hinein. Am Grunde des Tunnels geht es nicht mehr weiter. Ein Tor. Ein Schloss, groß und alt, versperrt mir den weiteren Weg.
  Zunächst löse ich jetzt den düsteren Morast aus dem Tunnel. In Spiralform sende ich Liebesenergie durch die Dunkelheit nach oben zum Ausgang hin, was die dunkle Kraft teilt und auseinanderreißt. Eine zweite Spirale in entgegengesetzter Richtung unterteilt die hier festgesetzte Dunkelheit noch mehr und so löst sich der alte Schmodder toter Energie nach und nach und wird hinausgetragen. Nun sehe ich, wie sich der Tunnel weitet und größer wird. Die Altlasten sind entfernt. Der Tunnel kann nun wieder frei die Energien transportieren. Doch es kommen noch keine Energien hoch. Denn das Schloss, das unten angebracht ist, verhindert den Zugang in die Tiefe des Berges.
  Ich erkenne sieben Schlösser, die aus Dunkelheit gewirkt sind. Sie sind rund, wie dicke Teller, hintereinander angebracht und im Zentrum miteinander verbunden.
  Zunächst ertaste ich einen Eingang in das erste Schloss, lasse mein Licht hineinfließen und drehe diesen vordersten Schließmechanismus. Bis ich den zweiten Teller fühlen kann, um dort dann das zweite Schloss zu ertasten. Wieder lasse ich mein Licht hineinfließen und drehe nun die ersten beiden tellerartigen Mechanismen. Ich fühle den dritten Teller. Suche das Schloss, dringe ein und drehe weiter, bis ich das Vierte fühle. So geht es weiter, bis ich das siebte Schloss ertastet und mit Licht gefüllt habe. Nun drehe ich alle sieben Schlösser gleichzeitig: Das Schloss öffnet sich.
  Dahinter weitet sich ein Raum. Auch dieser düster und dunkel. Doch ich erkenne ein Wesen. Es ist ein Drache. Gefangen, müde und erschöpft ist er mit schweren Ketten mit der Felswand verbunden. Er gibt sich zu erkennen, wir nennen unsere Namen und ehren uns.
  Ich bemerke nun, dass er von weiteren Dämonen umgeben ist.
  Normalerweise sind Drachen stärker als Dämonen. Hier muss eine kraftvolle Magie die Stärke des Drachens geschwächt haben.
  Mein Licht umfängt ihn. Ich löse die Ketten auf, befreie ihn von den Fesseln, während ich gleichzeitig die Dämonen beobachte, die sich wundern, was hier geschieht. Aber sie halten sich zurück. Dämonen haben Angst vor Liebe und strahlendem Licht.
  Den Drachen sich erholen lassend, taste ich mich in den dunklen Raum vor. Ich spüre eine riesige Höhle. Die jedoch kein Licht in sich trägt. Eine Masse, schwarz und formlos füllt alles aus, was hier existiert. Diese Masse ergießt sich auch in andere Ausgänge und Tunnel, die von dieser Höhle ausgehen und noch tiefer in das Labyrinth des Berges führen.
  „Wir töten Dich“ schallt es mir entgegen.
  Worauf ich antworte: „Wer bist Du? (Ich weiß ja, dass sie mir nichts anhaben können. Hier wird mit Angst gespielt). „Wir bringen Dir Schmerz“ und ich: „Wer bist Du?“
  Das Spiel geht eine Weile weiter, doch ich lasse mich nicht entmutigen. Wiederhole meine Frage einfach immer wieder. Bis eine Antwort kommt: „WIR SIND VIELE.“
  Nun sehe ich es: Die formlose Masse besteht aus unzähligen weiteren Dämonen, die zu einem Bewusstsein verschmolzen sind.
  Ich dehne mich in dieser Masse aus, versuche den Ursprung, den Kern zu entdecken. Doch ich fühle nur, wie ein kraftvoller Strang in einen weiteren Tunnel führt. Hier geht es also zum tatsächlichen Verursacher dieser düsteren Beklommenheit. Ich fühle ihn förmlich. Fühle seine Magie und seine außerordentliche Kraft.
  Zunächst wirke ich ein magisches Netz und trenne diesen Tunnel von der hier bewachenden Dämonenenergie. Ich dehne mich wieder weit aus und versuche mein Licht an den Wänden der Höhle entlang fließen zu lassen. Ein lähmend langer Prozess, den ich hoch konzentriert erledigen muss, da die Höhle groß und weitläufig ist.
  Während ich versuche das Licht aus meinem Herzchakra (direkt aus der Schöpferquelle) an den Rändern der Höhle zu materialisieren und so die Dämonenmasse zu umfassen, wird meine Aufmerksamkeit durch verschiedene Mücken torpediert.
  Das ist schon merkwürdig: Als ich in die Höhle eintauchte, umflogen mich plötzlich mehrere Mücken. Vorher waren keine wahrnehmbar. Sie surrten mit ihrem nervtötenden Gesirre direkt vor meinem Gesicht hin und her. Und nun, wo ich diese Masse angehe, beginnen sie mich zu stechen. Genau wie auf der Bergspitze, als Elina und ich die dort herumfliegenden Raben beobachteten und das Gefühl hatten, dass diese mit der Dunkelheit IM Berg verbunden waren, scheint es mir nun auch, dass diese Mücken ein Teil der Düsterheit sein könnten. Interessant ist auch, dass in dem Augenblick, als ich die Dämonen umfasst habe, und sie aus der Höhle durch den Tunnel ebenfalls in den Himmel zu den anderen dort geparkten Dämonen ziehe, die Mücken verschwinden.
  Und nicht wieder kamen! Zufall?
  Dass ich so viele Dämonen umfassen kann, liegt daran, dass ich mit der Liebe des Einen verbunden bin. Und ich meine energetische Größe verändern kann. Das hat sich in so manchen Behandlungen und Hausklärungen bewährt und wird hier und heute zu neuen Höhen getrieben.
  Aber ich hab keine Zeit mich darüber zu freuen oder zu wundern, weil es viel zu beachten und zu tun gibt. Als die Dämonenmasse aus der Höhle gezogen ist und ich sie diesmal direkt in die Sonne führen sollte, bleibt nur noch leblose Schmotze. Dunkle, tote Energie, die alles verstopft und ummantelt.
  Den Reinigungsprozess beginnend, ziehe ich all diese Düsterheit aus der Höhle heraus und ebenfalls direkt in die Sonne, die solche Extreme hervorragend transformiert.
  Nun wird ersichtlich, was hier verborgen war: Es zeigen sich nun Tausende von Kristallen. Von kleinen bis zu meterhohen Kristallen sind alle Größen und Farben vorhanden. Ein traumhafter Ort.

Jetzt, wo wieder Licht und Ruhe eingekehrt sind, kümmere ich mich um den Drachen. Den Hüter dieses Ortes. Wie in Glastonbury ist auch hier ein Drache zur Bewachung der Kristallhöhle eingesetzt. Nur dass dieser hier mit starker Magie zu tun bekam, während die Höhle in England nur vor dem Zugriff der katholischen Kirche beschützt werden musste. Der Drache zeigt, im Gegensatz zu seinem englischen Kollegen, keine Anstalten mich zu prüfen. Er ist froh wieder frei zu sein und zu Kräften zu kommen.

Ich fühle noch einmal in die Kristallhöhle, in der so viel Wissen und Weisheit gespeichert ist, und bereite mich vor, meinen Auftrag weiter auszuführen. Denn dies war nur der Anfang, das fühle ich. Zumal noch immer nicht klar ist, wer der Verursacher im Hintergrund ist, der solch eine magische Kraft hatte, all die Dämonen zu binden und zu führen.
  Ich sammle mich.
  Meine Wahrnehmung ertastet den Berg erneut und ich folge dem Tunnel, den ich vorhin von der Dämonenmasse abgeschnitten hatte. Ich folge nun dieser Kraft, die sich düster in dem Tunnel ausbreitet. Und lande in einer noch größeren Höhle als die eben verlassene. Wobei größer untertrieben ist. Die Höhle, in die ich hier einfließe, ist gigantisch! Und in der Mitte dieser Höhle liegt ein weiterer Drache!
  Doch er fühlt sich dunkel und düster an. Böse. Und er ist bestimmt zehnmal so groß wie der Bewacher der Kristallhöhle.
  Sein Auge ruht auf mir.

Er hat mich im Visier, weiß genau was ich getan habe. Und er beginnt mit Prüfungen.
  Zunächst will er mich in einen Kampf verwickeln. Ich weiche ihm aber aus. Und erkläre, dass ich generell NICHT kämpfe! Ich weite das Licht aus meinem Herzen (die Liebe des Schöpfers, die in jedem Herzen existiert!!!), das nun meine Drachengestalt, die tief in der Höhle arbeitet, ebenfalls erleuchten lässt.
  Nun beginnt er mich mit Fragen zu bombardieren. Wie einst in England.
  Ich beantworte, gespannt, wo dies Gespräch hinführen wird. Wir fließen umeinander herum. Beobachten uns. Aber es herrscht erstaunliche Ruhe, was mich etwas irritiert. Seine letze Frage ist: „Wer bin ich?“
  Wer er sein soll? Woher soll ich das wissen? Also beginne ich ihn zu ertasten, zu fühlen. Und versuche in ihn einzudringen. Und spüre plötzlich, dass die Dunkelheit, die mich umgibt, und die seinen Körper auszustrahlen scheint, eine ILLUSION ist!
  Ich sehe inmitten der Düsterheit seines äußeren Erscheinungsbildes ein lichtes und weißes Herz strahlen. Ich verbinde mich mit diesem Herzen. Öffne mich noch mehr und verschmelze mein Herz mit seinem Herzen. Und fühle dieselbe Ursprungskraft, die uns eint. In diesem Augenblick sehe ich ihn in seiner wahren Gestalt.
  Er ist ein weißer Drache. Unermesslich groß und wunderschön.
  Jetzt ist es so, als ob in der zuvor so dunklen Höhle das Licht angeschaltet worden wäre. Und ich bemerke, dass er seinen Körper um eine wundervolle Energie gelegt hat.

Eine tief berührende Herzenergie, die sich hier verbirgt. Es ist das Herzchakra Europas, welches er ummantelt und schützt.
  Ich sehe das Pulsieren, die Farben, die wohlige Wärme, die von dieser formlosen Energie ausgeht.  Nun testet mich dieser Drache weiter: War ja klar. Doch diesmal geht ER in MICH!
  Wir beide werden riesengroß, er durchdringt jede Faser meines Seins, erforscht mich bis in die tiefste Ebene meiner Seele.
  Und heißt mich willkommen ...
  Dieser Moment ist unbeschreiblich.
  Und ich weiß nicht mehr, wie lange ich so vor mich hinsaß, verbunden mit dem Drachen des Untersberges, dem Berggeist, der ebenfalls hier anwesend ist und der Herzensenergie, die in dieser Tiefe existiert.

Nun erfahre ich auch die Geschichte des Berges:
Als Atlantis unterging und die düsteren Gedanken und Taten der damaligen Menschen die Erde in Schutt und Asche legten, beschlossen die weisen und bewussten Lehrer, Forscher und „Schamanen“ das Herzchakra hier zu schützen. Die Unbeherrschtheit und die Machtgier der damaligen Elite hatten ja dazu geführt, dass Dunkelheit über die Erde kam, und infolge dieser Taten Dimensionstore geöffnet und Naturkatastrophen hervorgerufen wurden (die Details habe ich in meinem Buch: Schöpfungsgeschichte 3.0 beschrieben, welches unentgeltlich herabgeladen werden kann).
  Wobei sie hier, wie an anderen Orten dieser Erde, eine weitere Kristallhöhle errichteten. In diesen Kristallen sind sämtliche Geheimnisse und das gesamte Wissen aus Lemurien und Atlantis gespeichert. Normalerweise sollte dieses Wissen über die Leylinien (auch als Drachenwege bekannt!) über die Erde fließen, um so bewusste Menschen zu inspirieren. Doch im Laufe der Zeiten haben die Menschen die Leylinien zerstört, behindert und verbaut. Und bewusst oder unbewusst die Zugänge zu den Kristallhöhlen blockiert.
  Um eine Wiederholung der atlantischen Hybris zu vermeiden, beschlossen die Kelten einen Schutzmechanismus zu installieren. Die Kelten waren die überlebenden Atlanter, die sich bewusst waren, wie alles Sein zusammenhängt und die alle Geheimnisse der atlantischen Zeit bewahrten, überlieferten und sanft in das neu erwachende Menschentum einfließen ließen.
  Ihnen war wohl bewusst, dass eine Zeit kommen wird, in der der Mensch wieder erwachen würde. Und falls die Menschheit es schaffen würde, mehr in Liebe zu leben als in Angst und Machtgier, sollte all das Wissen wieder zu den Menschen kommen und die Erdenergien wieder befreit fließen können (auch hier verweise ich auf das Buch: Schöpfungsgeschichte 3.0, wo ich all diese Dinge detailliert beschrieben habe).
Mithilfe des weißen Drachen, der das Herzchakra hier im Untersberg schützt, konnten sie Dämonen binden, um eine künstliche Dunkelheit zu erzeugen, welche Verwirrung erzeugen sollte. So wollten sie der Machtgier von Mensch und anderen magischen Wesen zuvorkommen.
  Dennoch gab und gibt es magische Menschen und Wesen, die sich auf diese Düsterheit aufgeschwungen hatten, und die hier ihre Spiele gespielt haben (einen davon habe ich zwei Tage später noch entfernen müssen). Es ist also genaugenommen ein verdrehtes Spiel, das etwas aus dem Ruder gelaufen war. Und welches so lange andauern sollte, bis die Zeit gekommen ist, in der wieder Liebe auf Erden erlebt werden kann. Und diese Zeit ist nun gekommen. Jetzt, an der Schwelle des Wassermannzeitalters, wo die Kraft der Zentralsonne wieder ungehindert das Leben auf ERDEN durchstrahlen kann und Kräfte bringt, die alles Dunkle, Falsche und Alte an die Oberfläche treibt, sichtbar macht, damit dies gesehen, transformiert und verabschiedet werden kann. Wo der Mensch wieder mit der Liebesenergie des Schöpfers verbunden sein kann, um in Liebe, Selbstverantwortung und einem mitfühlenden Miteinander ein neues goldenes Zeitalter zu errichten.
  Denn erst wenn der Mensch erwacht ist, und mutig der Dunkelheit die Stirn bietet, seine Ängste überwindet und sein Herz weit geöffnet hat, um die Liebe des Einen zu empfangen und weiterzugeben, soll die Herzenergie, die hier im Untersberg verborgen ist, weit geöffnet werden, um über die Leylinien, die sich hier begegnen, in die Welt getragen zu werden.
  Und um gleichzeitig das Wissen, welches in den Kristallen gespeichert ist, auf diesen goldenen Fluss aufzuschwingen, um Menschen zu inspirieren, neue Wege zu gehen und sich an neue/alte Technologien zu erinnern.
  Und nun scheint diese Zeit gekommen zu sein.
  Ein berührendes Gefühl durchströmt mich, an solch einem Geschehen teilhaben zu dürfen.

Wir vereinen uns nun. Und die Liebe aus dem Erdchakra flutet den Berg. Diese wundervolle Energie wird so stark, dass viele alte Ausgänge, die ebenfalls energetisch verschüttet und verstopft waren, „aufpoppen“, und die Herzensenergie aus den unzählig sich öffnenden Quellen sprudelt und von der Bergspitze ins Tal hinab fließt.
  Ich spüre Freiheit.

Faszinierenderweise durchdringen genau jetzt laute Rufe die bisherige Stille. Scheinbar freuen sich einige weit entfernte Wanderer, die ihrer Freude und Begeisterung mit lautstarken Tönen Raum geben (warum auch immer, aber auch Elina hört zeitgleich diese plötzlichen Rufe und wundert sich, was hier geschieht).

Nun löse ich mich aus der wundervollen Runde und kümmere mich um die Dämonen, die ich im Himmel abgesetzt hatte. Wie meist öffne ich ein Dimensionstor in deren Welt (denn sie sind ja nicht freiwillig hier bei uns) und sie verschwinden aus unserer Realität.
  In diesem Augenblick bemerke ich, wie neue Wesen zum Lichttunnel kommen, der nun hell in den Berg führt. Aus dem Himmel schweben Kristallwesen herab. Geschöpfe wie jenes, welches mich vor ein paar Wochen zu Hause besucht hatte, um mich hierher zu schicken. Sie fliegen hinab in die Kristallhöhle und beginnen die Kristalle zu bearbeiten, zu heilen und zu säubern.
  Ich bin sehr gespannt, wie sich dies entwickeln wird.

Nun will ich natürlich auch noch wissen, was mit dem Kaiser und seinen tausend Mannen los ist. Immerhin hatte ich diese gestern wahrgenommen und wollte wissen, ob ich da noch etwas tun kann/soll. Ich werde also in eine weitere Höhle geführt (der Untersberg ist ja derart voll von Höhlen ... Was wir alles erspürt haben, ist unbeschreibbar. Da herrscht ein wahres Tohuwabohu im Berg!) In dieser Höhle nun befindet sich ein weibliches Lichtwesen, welches um einen auf einem Thron sitzenden „Kaiser“ herumgeht. Sie begrüßt mich. Ich grüße sie. Als Nächstes messen wir den Bart des Kaisers. Und wie in der Legende beschrieben, reicht der Bart beinahe dreimal um den Thron. Lustigerweise ziehen wir nun etwas am Bart, wodurch er exakt bis zur Ecke der untersten Stufe reicht, auf welcher der Thron steht.
  Der Kaiser wird nun geweckt!
  Müde erkundet er zunächst die Umgebung und fragt, wie es um die Welt steht. Ist die Zeit schon gekommen? Wir tauschen uns aus, ich stelle mich vor und er erzählt.
  Er war wohl mit seinem Mannen zu atlantischer Zeit kein angenehmer Herrscher. Mit seinem Heer hatte er viel Schmerz, Leid und Tod verbreitet. Nach dem Untergang der atlantischen Zivilisation schwor er mit seinen tausend Kriegern auf jenen Moment zu warten, an dem die Zeit der Dunkelheit zu Ende geht. Um seine Taten wieder gut zu machen, will er helfen die letzen düsteren Energien von der Erde zu vertreiben. Um danach das Goldene Zeitalter begrüßen zu können. Und somit seine Taten zu bereinigen. Nach diesem letzten Kampf gegen das Böse dürfen sie endlich ihren Geistkörper aufgeben und ins Seelenreich eingehen.
  Es sind also Geister, die darauf warten, noch einmal zu kämpfen. Gegen das Dunkle anzutreten, um ihre Schuld abzuarbeiten. Ich seh´ mit ihm hinaus in eine Höhle riesigen Ausmaßes. Die allerdings einen bläulichen Himmel zu haben scheint. In vier Türmen erkenne ich die Geistkrieger, die ich gestern in der Almbachklamm schon wahrnehmen konnte.
  Sie sind bereit, ihren Schwur einzulösen.

Vielleicht sind die Raben jetzt ohne magische Führung und verschwinden, was ein weiteres Zeichen für das Ende der alten Zeit und den Beginn des Goldenen Zeitalters sein soll. Dass wir in einer Zeit sind, in der der lang ersehnte Wandel stattfindet, wissen wir. Was in der nächsten Zeit geschehen wird, wird sich zeigen.
  Das kommende Paradies wächst auf dem Boden Liebesfähigkeit, die wir uns erarbeiten und die wir Menschen leben! Nur so können wir die neue Zeit wahr werden lassen. Da uns so viele Energien und Wesen helfend unterstützen, sollte das möglich sein. Es liegt aber vor allem am Mut der Menschen die alten Pfade von Angst und Düsterheit zu verlassen und Vertrauen und Liebe wieder zu beleben.

Ich fühle nun tiefe Freude, Dankbarkeit, eine tief greifende Ruhe und allumfassende Kraft in mir. Und spüre, dass es jetzt an der Zeit ist, in mein Tagesbewusstsein zurückzukehren.
  Ich schwebe wieder zu meinem Körper hoch. Bemerke noch, wie all die Wesen um mich herum feiern und sich ausgelassen freuen. In mir angekommen, fließe ich wieder in meinen materiellen Körper und öffne nach einiger Zeit meine Augen. Ich sehe das strahlende Licht der Sonne, die sich in der Natur spiegelt, strecke mich und versuche wieder etwas Blut in meine Beine zu bekommen ...
  Noch etwas wacklig auf den Beinen klettere ich hoch zu Elina. Und lass mich neben sie fallen. Denn obwohl ich mich kraftvoll fühle, ist mein Körper vom langen Sitzen ermüdet. Ich liege neben ihr, lass mich von der Sonne verwöhnen und sie erzählt, was sie erlebt, wahrgenommen und gefühlt hat. Und es ist soo erstaunlich. Sie bestätigt meine Geschichte. Inklusive des Drachens und der nun frei fließenden Herzensenergie ...

Dabei erinnere ich mich plötzlich, dass auf meiner Mission kurz in Kontakt zu einer Energie gekommen war, der ich schon einmal begegnet bin. Die generelle Dunkelheit – jener Teil der Polarität, der dem polaren Licht gegenübersteht und dies Licht erst möglich macht. Sie meinte nur: Vernichte nicht alles, was Dunkel ist. Es hat keinen Sinn, alles Böse zu bekämpfen und zu eliminieren. In der Polarität ist die Dunkelheit ein wichtiger Teil des Gesamten. Es ist besser, die Dunkelheit zu integrieren und so vollkommen zu werden! (Hier muss man die Realitätsebene beachten! Dies ist keine Erlaubnis, böse Taten durchführen zu dürfen! Es geht um das Generelle!) Und genau dies ist wichtig, denn solange wir unsere eigenen dunklen Seiten ablehnen und unterdrücken, können wir nicht die Polarität überwinden! Erst wenn beide Extreme bewusst integriert sind, und sich somit aufheben, kann das EINS–Sein beginnen.

Als ich danach noch kurz mit meiner Seele über das Erlebte rede, merke ich an, dass ich mir die Aufgabe hier etwas extremer vorgestellt hatte. Dass ich - im Nachhinein betrachtet - eigentlich relativ wenig magische Auflösearbeit zu tun hatte.
  Meine Seele meint dazu, und das will ich nicht vorenthalten:
  „Es geht nicht darum, wie schwer eine Aufgabe ist, sondern ob man es wagt, sie anzugehen!“
  Und genau das scheint es gewesen zu sein. Auch Elina fühlt, dass es bei unserer Mission darum ging, dass zwei Menschen es wagen, auf einen unbekannten Berg zu klettern, um etwas für die geistige Welt zu tun, ohne genau zu wissen, was auf sie zukommen wird. Eine Aufgabe anzugehen, die Mut, Vertrauen und Liebe erfordert.
  Wir kommen uns vor wie zwei Boten des neuen Zeitalters, welche dem Berg und seinen Wesen beweisen, dass wir Menschen es ernst meinen mit der Veränderung. Dass wir gewillt sind, schwere Prozesse in Kauf zu nehmen, um die Liebe in uns und in der Welt zu befreien. Und dass wir den Mut haben, uns gegen das alte noch herrschende System der Dunkelheit zu stellen, um die Erde in Liebe und Selbstverantwortung in eine neue Dimension zu begleiten.

Der Abstieg
So liegen wir in der Sonne, ruhen uns aus und erzählen von unseren Wahrnehmungen. Erstaunt sind wir, dass bislang kein Mensch zu sehen oder zu hören war. Bis auf die freudigen Ausrufe unbekannter Wanderer (oder wer auch immer das gewesen sein mag), die da just im richtigen Moment gerufen wurden.
  Wie wir so da liegen, kommt derselbe Mann, der uns zu Beginn meiner Meditation den Rückweg erklärte, noch einmal vorbei. Wir sind alle drei etwas irritiert. Er erläutert noch einmal, worauf wir achten sollten, und verschwindet wieder. Stille und brennende Hitze ist alles, was uns jetzt noch umgibt. Wir packen unsere Sachen und verlassen diesen magischen Ort ebenfalls.
  Nur um noch weitere überaus erstaunliche Plätze zu finden.
  Der nun folgende Weg ist einfach nur phantastisch!
  So viele spezielle Orte, die derart wunderschön sind und in denen so viele unterschiedliche Wesen leben, hab ich vorher noch nicht wahrnehmen und sehen können.

Der schmale Weg, den wir gehen, führt an verschiedenen Einkerbungen, Gruben, kleinen Tälern und tiefen Löchern vorbei. Und jeder dieser Orte ist anders gestaltet. Als hätte ein inspirierter Bühnenbildner für unterschiedliche Wesen ein entsprechendes Szenario erschaffen. Wir fühlen uns wie Alice im Wunderland, wie wir an den kleinen Orten vorbeiklettern, hineinspüren und oft frohen Herzens lächeln müssen, weil das Leben hier so voll und auch eigentümlich ist. Da sind Orte wie im Märchen, an welchen wir die Feen und Elfen wahrnehmen können, die zwischen dichten Pflanzen, die sich harmonisch in das Felswerk einfügen, umherstreunen.
  Manche Orte sind wie ein Dschungel, andere ganz karg. Wir nehmen Zwerge und merkwürdig menschenähnliche, doch recht kleine Wesen wahr. Aber es gibt auch dunkle Ecken hier. In die wir besser nicht reinspüren. In denen es ganz klar eine Grenze gibt, die zu überschreiten nicht gestattet ist. Auch wenn die Überschreitung nur durch einen erforschenden Geist stattfände.
  Manche Orte sind weich und offen, und ich spüre wie hier die Herzensenergie des befreiten Chakras herausströmen und in die hier existierenden Leylinien einfließen. An manchen Gruben kann man Höhlen sehen, die aber oft sehr fremdenfeindlich erscheinen. Und so manches Tor, das in den Berg hineinführt. Manche sind nur zu erspüren, aber wir sehen auch künstlich anmutende Tore, die definitiv so gestaltet sind, dass sie wie natürlicher Berg aussehen. Aber eigentlich Zugänge in die unterirdische Bergwelt sind. Denn wir spüren die dahinter lauernden, uns beobachtenden Wesen.
  Kurzum: Dieser Weg ist wahrnehmungstechnisch mit das Faszinierendste, was man fühlen, erspüren und erforschen kann.
  Hier begegnete uns auch ein weiteres Paar. Wir waren ganz erstaunt, wo es doch bislang so menschenleer war. Ihren Rucksäcken zufolge waren sie wohl schon Tage unterwegs ... Warum man wohl im Berg mit derart viel Gepäck herumwandern will? Das war es dann aber auch mit weiteren Begegnungen. Wenn man die merkwürdige Erscheinung auslässt, die wir später im „Kanonenrohr“ zu sehen bekamen.

untersbergkanonenrohre 01Das Kanonenrohr ist der Weg, der für Skirennen freigeräumt worden ist. Und daher extrem steil und voller Geröll ins Tal hinabführt. In dem Reiseführer, den ich im Vorfeld gelesen hatte, steht ganz lapidar, dass man nach der Mittagsscharte den Abstieg über dieses „Kanonenrohr“ bewerkstelligen kann. Da hätte es mich gefreut, wenn der Autor darauf hingewiesen hätte, dass man da gefühlte zwei Monate einen extrem steilen Berghang hinab gehen muss. Was schier unmöglich ist und mir zwei Tage lang jedes Treppenhinabsteigen unmöglich machen sollte. Und in genau dieser extrem schwierigen Strecke sahen wir in weiter Ferne einen Jogger!!! Wie zum Teufel konnte der diesen steilen Weg hinabrennen? Und wo kam er her? Und wohin verschwand er?

Wir stolpern also diesen Abhang hinab. Nach einer zweiten Hütte soll es dann auf einen anderen Weg abgehen, was hoffentlich besser zu begehen sein wird.
  Endlich kommt dieser Weg. In der brennenden Sonne zu gehen, hat uns ziemlich geschlaucht. Und die schöne Gegend mit all den wundersamen Naturwesen war seit dem Kanonenrohrweg nicht mehr vorhanden. Was natürlich auch nachvollziehbar ist. Wenn der Mensch in die Natur eingreift ...
  Hier also ein leichter zu begehender Weg. Zunächst freuen wird uns. Der Weg führt nicht ganz so steil bergab, ist aber dennoch sehr schmal und teilweise sehr glitschig. Hier ist der gestrige Regen noch unangenehm spürbar. Uns umgeben Bäume und abgestorbenes Geäst. Und manchmal muss ich den Weg wie in einem Dschungel freiräumen. Nachdem wir circa 15 Minuten auf diesem Pfad entlanggehangelt sind, fühlen wir beide eine äußerst merkwürdige Energie.

Untersberg hologramm1Wir bleiben immer wieder stehen, um uns anzusehen und die Gefühle auszutauschen. Dieser Ort erscheint uns irgendwie falsch. Wie tot, unecht. Unlebendig. Immer düsterer wird der Wald, der sich eng an den steilen Berghang drückt. Beschwerende Stille. Kein Vogelgezwitscher. Kein Geräusch. Zudem haben wir das Gefühl, als ob hier tatsächlich die Zeit stillsteht.
  Ich kann es kaum beschreiben, wie sich dieser Ort anfühlt: Es ist erdrückend.

Und dann kommt die Felswand ins Sichtfeld. Vor und über uns erstreckt sich eine Wand in die Höhe, die uns noch unheimlicher fühlen lässt. In der Wand sind oben zwei Höhlen und ehrlich: Wir beide könnten schwören, dass wir von dort aus beobachtet werden.
  Mit mulmigem Gefühl klettern wir weiter. Nach einer weiteren Biegung sehen wir den Rest dieser Felswand. Und ich sehe hin und glaube es nicht: Das ist doch nicht echt!
Ich bleibe stehen, gebannt, erschrocken, irritiert. Elina kommt, sieht und fühlt dasselbe. Wir sehen uns nur an und wissen, da ist was faul:
Die Felswand sieht aus, als wäre sie ein unvollkommenes Hologramm.

Untersberg hologramm
Ich mag gar nicht hinfühlen, weil das, was sich hier verbirgt, eine recht unangenehme Energie ausströmt. Unseren vorsichtig ausgefahrenen Gefühlen gemäß verbirgt sich hinter dieser Wand eine große Höhle mit diversen großen Zugängen. Und die Bewohner oder hier arbeitenden Wesen sind keine freundlichen Artgenossen.
  Wir beschließen, nicht weiter zu untersuchen und stattdessen weiter zu gehen. Zumal die Sonne hier nicht mehr scheint und ich befürchte, dass es eventuell wieder zu regnen beginnen könnte. Ein merkwürdiger Ort.

Etwas weiter dann der nächste Schock: Der Weg führt wieder den Berg hinan. In Richtung Felswand. Gut, ich weiß, dass dies der richtige Weg ist, auch wenn sich in mir Alarmglocken Gehör verschaffen wollen. Etwas zaghafter gehen wir weiter. Jetzt wieder den Berg hoch. In der Hoffnung auch tatsächlich richtig zu liegen.

Dieser Anstieg ist mehr als anstrengend. Unser Wasservorrat ist auch schon leer getrunken, die Zunge klebt am Gaumen und das Herz pocht bis zum Kinn hoch.
  Und plötzlich stehe ich vor der Felswand. Vor einem Ort, der wie ein Eingang anmutet. Und da bekomm ich tatsächlich so was wie Angst! Meine Seele beruhigt mich und ich entscheide mich weiter zu gehen, was auch immer geschehen mag. Zumal ich vorher große Töne gespuckt hatte, dass ich auch bei einer Begegnung der dritten Art mitgehen würde. Auf so was warte ich ja mein ganzes Leben schon.
  Doch nun, wo solch ein Szenario fast greifbar in der Luft hängt, und die Energie an diesem Ort alles andere als einladend ist, fühle ich mich doch etwas unwohl. Doch ich bin nicht hier um Urlaub zu machen. Ich will etwas erleben.
  Ergo gehe ich weiter, und Elina folgt meinen Schritten.

Leider – oder Gottseidank – geschieht nichts. Und endlich kommen wir oben an.
  Am Rand dieser Felswand öffnet sich der Weg und wird zu einer Bergspitze, die uns mit einem großartigen Blick ins Tal verwöhnt.
  Wir liegen heftig atmend und unfähig uns weiter zu bewegen auf dem feuchten Boden, den Tausende von großen, fetten Ameisen bevölkern. Aber es ist egal. Nur ausruhen. Luft holen. Zu Atem kommen ...
  Erstaunlich. Hier, neben der bedrohlichen Felswand, endet die üble Energie. Linker Hand führt der Weg wieder den Berg hinab. Durch einen Wald, der sich deutlich von der schlechten Energie des bisherigen Waldes abhebt! Das Grauen hat ein Ende.
  Wir ruhen uns aus und essen etwas Obst.
  Nun sind wir uns auch sicher, dass der Weg richtig ist, denn er führt den Berg hinab. Doch ein Blick ins Tal bringt nicht grade Erleichterung. Denn obschon wir gefühlte zwei Stunden unterwegs waren, fliegt da ein Segelflugzeug, auf das wir HINAB blicken können. Wir sind also immer noch höher als ein Flugzeug!
  Der Anblick macht keine große Freude. Werden wir je ins Tal kommen?
  Aber hier zeigt sich wieder, dass man, wie auch immer die Situation gestaltet ist, nur weiter kommt, wenn man unbeirrt weiter geht! Schritt für Schritt. Eine Vision im Denken, aber sich auf das Jetzt konzentrierend. Und das tun, was jetzt angesagt ist.
  In unserem Fall: das vorsichtige Hinabtasten und Hinabklettern zwischen Bäumen, wildem Gestrüpp, Steinen und immer dichter werdender Natur. Immer wieder wundern wir uns, warum uns kein Mensch begegnet. Wir scheinen die einzigen Menschen zu sein, die diesen Berg hinabsteigen. Dabei waren es doch oben so viele. Gehen alle auf anderen Wegen den Berg hinab?
  Nun. Es kommt, wie es kommen muss. Nach einer verdammt langen Zeit sehe ich durch die Bäume einen Waldweg durchblitzen. Zivilisation. Ein erstes Ziel ist erreicht.
  Und hier endlich ein Bach, der trotz der letzten Regenfälle zaghaft den Berg hinabtröpfelt. Wir füllen unsere Flaschen und trinken wie Wüstenwanderer, die kurz vor dem Verdursten sind. Ab hier ist der Weg einfacher. Wenn auch nicht weniger steil. Ich komme mir vor, als wäre ich zwei Tage nonstop auf High Heels herumgelaufen. Meine Wadenmuskulatur ist auf jeden Fall extrem irritiert.
  Schließlich erreichen wir einen Parkplatz und einen asphaltierten Weg, der in einen Ort führt, der am Fuße des Untersberg angesiedelt ist. Wir waren jetzt neuen Stunden auf dem Berg. Der letzte Bus fuhr vor einer halben Stunde nach St. Leonhard. Uns bleibt nur ein Taxi zu nehmen und dann, als wir es geschafft haben, die Stufen ins Hotelzimmer hoch zu klettern, todmüde ins Bett zu fallen.

Welch ein Abenteuer.
  Dafür, dass wir ungeübte Kletterer sind, haben wir uns doch wacker gehalten. Auch wenn ich noch zwei Tage brauchen werde, um wieder einigermaßen fit zu sein. Aber das kenn ich auch von meinen exzessiven Tanznächten ...
  Bei meiner nächsten Mission wird ich auf jeden Fall besseres Schuhwerk tragen, mehr Wasser mitnehmen, weniger Gepäck mit mir rumschleppen und ne kurze Hose anziehen.
Oder mich gleich von einem Helikopter abholen lassen ... ;-)

Trotz oder auch wegen der körperlichen Strapazen war dieses Erlebnis mehr als nur wundervoll und großartig. Im Augenblick kann ich mich noch gar nicht auf die energetischen Veränderungen konzentrieren, ich fühle nur meinen Körper, die Erschöpfung und das extrem glückliche Gefühl, das all die Begegnungen und Erlebnisse auf und in dem Berg ausgelöst haben.
  Hier bedanke ich mich vor allem bei Elina, die mich begleitete. Mich unterstütze und meine Wahrnehmungen bestätigen konnte.
  Ich danke auch all den Freunden, menschlich wie jenseitig, die mir beiseite standen, als ich in die Dunkelheit des Berges eingetaucht war. Danke meiner Seele, dass sie mir solche Abenteuer schenkt und unserem Schöpfer, dass er uns die größtmögliche Kraft in unsere Herzen verankert hat.
  Danke, dass ich dies alles erleben darf!

Resümee.
Jetzt, wo ich wieder zu Hause an meinem PC sitze und die Erlebnisse noch einmal Revue passieren lasse, kommt es mir vor wie ein Traum. Doch ich weiß, wie wahr es ist, zumal ich heute Morgen wieder mit dem Drachen in Kontakt kam, der da im Untersberg existiert.
  Und jetzt weiß ich auch, dass diese Reise nicht nur für den Berg und für das Befreien des europäischen Herzchakras wichtig war. Ich selbst bin daran gewachsen. Meine energetische Kraft fühlt sich anders an als zuvor. Die Drachenenergie, deren Form ich während meines magischen Handelns angenommen hatte, ist immer noch in mir.
  Fest verankert. Ein Geschenk. Eine Aufgabe. Ein Ziel.
  Wieder einmal wurde mir bewusst, wie sehr unsere scheinbar materielle Realität nur ein Spiegelbild dessen ist, was tatsächlich auf den höheren und tieferen energetischen und geistigen Ebenen existiert. Und wie sehr diese Realitätsebenen unser Dasein beeinflussen, stärken oder schwächen.
Aber, dass wir Menschen das Geschenk erhalten haben, diese Ebenen wahrzunehmen. Sie zu erkennen und kraft unseres Willens zu transformieren, zu nutzen oder aufzulösen. Um dann mit der Liebe des befreiten Herzchakras, das in jedem von uns existiert, die Vereinigung mit den höheren Ebenen und Welten zu erreichen. Nicht um das Leben zu fliehen, sondern um es zu erweitern. Um es noch lebendiger, noch freier und noch liebevoller werden zu lassen.
  Denn die Geschenke der Liebe und des freien Willens erlauben uns eine Freiheit, die mehr als göttlich ist. Wir müssen nur wagen, anders zu leben, unserer Intuition zu folgen und Wege zu gehen, die noch nicht begangen sind. Wobei es völlig unwichtig ist, ob diese Wege einer wissenschaftlich beweisbaren Realität entsprechen oder nicht. Einzig unser eigenes intuitives Gefühl zählt. Und ob wir uns dabei wohlfühlen oder nicht!
  Mit Mut und dem Vertrauen, dass wir geführt und begleitet sind, (was definitiv der Fall ist) können wir vieles erreichen. Haben wir also Vertrauen zu uns und versuchen wir ein Leben zu leben, das anders ist, als es uns vorgeschrieben ist. Das anders ist, als es das System von uns will. Das so ist, wie wir es in unseren kühnsten Träumen erhoffen und vorstellen.
  Es liegt an uns selbst, ob wir frei werden oder noch im Morast der alten Zeit kleben. Aber wir haben alle Werkzeuge und Fähigkeiten, die wir benötigen, uns zu befreien.
  Nur: Leben müssen wir selbst!
  Und das kann mehr als traumhaft sein!

17. 8. 2014
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