Schamane der neuen Zeit
Begleiter in das neue Bewusstsein
Autor spiritueller und philosophischer Text

Erfahrungen

Zwei Monate hab ich den Raum renoviert, bemalt, zurechtgebastelt - habe Stühle gekauft, und  Flyer verschickt, hatte viele Gespräche und vieles für mich gelernt. Doch die eigentliche Erfahrung liegt im wieder loslassen der Räumlichkeiten, obwohl ich in einem halben Jahr einige Euro darin versenkt habe. War es umsonst, hinausgeworfenes Geld?
Auf keinen Fall.
Ich habe sehr viel erkannt und mich selbst weiterentwickeln dürfen. Ich habe viele wundervolle Menschen kennengelernt und erfahren, wie es ist, wenn ich mich „verzettele“. Im Sog meiner zweiten Internetseite www.parallel-gesellschaft.net und meines Wunsches all mein Wissen weiterzugeben bin ich aus meiner eigenen Spur gerutscht und habe mich immer mehr um Dinge gekümmert und vermeintlich kümmern müssen, die mir nicht entsprechen, nicht zu meinen Talenten gehören und mir vor allem keinen Spaß machen. Um wieder zu mir selbst und dem, was mich wirklich ausmacht, zu kommen, habe ich mich entschlossen wieder „schlank“ zu werden, Ballast abzuwerfen, freier zu werden. Ich hab wieder meine ureigenste Schiene gefunden. 

Ich habe erkannt, wie sehr sich unsere Schöpfungen verselbständigen und uns in Rollen drücken wollen, die uns oft nicht wirklich entsprechen. Ich bin dieser Falle schon früher über den Weg gelaufen, als ich mal vor der Entscheidung stand, eine eigene Bühnenbaufirma zu gründen. Gottseidank habe ich dies nie getan, weil ich beobachten durfte, wie sehr sich so ein Koloss an den Träger ranmacht und ihn - wenn er nicht darauf vorbereitet ist und nicht die entsprechenden Talente aufweist - einfach auffrisst. Und der anfängliche Spaß und der Gedanke eine Sache zu erweitern, wird dann zu einem alle Energie verschlingenden Moloch.

Mit Hilfe einer Freundin hab ich erkannt, daß ich mit meinen Projekten, den Treffen und dem Wunsch meiner Internetseite auch eine haptische Variante zur Seite zu stellen, Steine ins Rollen gebracht hatte, die mich zwangen mich um Dinge zu kümmern, die nichts mit meinem eigentlichen Vorhaben zu tun hatten. Jetzt mußte ich mich darum kümmern, daß sich der Raum auch wirtschaftlich rentiert, und da ich nie um Ideen verlegen bin, hatte ich auch genügend Vorschläge diese Leere zu füllen. Doch der Ausbau des Parallelnetzes in Köln entfernte mich immer weiter von meinem eigenen Weg. 

Alles Loszulassen und dankbar dafür zu sein, was ich alles erlebt habe, dankbar zu sein , welch wundervolle Menschen ich kennengelernt habe und zu erkennen, wie wir uns selbst austricksen können. Und das freie springende Gefühl wieder zu spüren, wenn ich in meine eigenen Wege zurückgefunden habe: Das ist Leben. Wir können uns immer umentscheiden. Und wenn wir feststellen, daß wir uns selbst in eine Situation manövrieren, die uns eigentlich nicht passt, dürfen wir den Mut und die Lockerheit haben, alles einfach aufzugeben.

Wir verlieren NIE, sondern wir gewinnen IMMER. 

Herzlichst, Mario Walz

 

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